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«Auch für mich eine Premiere»

HSG Learning Center

Selbst die Schneemassen der letzten Wochen können den schnell vorangehenden Bau des HSG Learning Centers nicht stoppen. Daran massgeblich beteiligt ist unter anderem auch Polier Raphael Sägesser, welcher die Arbeiten vor Ort am Betonrohbau verantwortet. Den anstehenden Herausforderungen sieht er mit Vorfreude entgegen.

«Grösstenteils Schneeschieben». Mit einem Grinsen im Gesicht, welches sich sogar durch die Maske erkennen lässt, antwortet Raphael Sägesser so auf die Frage, was sein Team aktuell auf der Baustelle des Learning Centers macht. In nur wenigen Tagen hatten sich gut 70 Zentimeter Schnee auf dem Dach des Rohbaus angesammelt. «Es ist natürlich eine Herausforderung während dieser Jahreszeit, doch für uns macht es keinen grossen Unterschied. Wir arbeiten im vollen Tempo weiter.»

Die Überwindung von Herausforderungen prägt nicht nur den Bau des Learning Centers. Denn in Zukunft sollen die Studierenden im vollendeten Learning Center ebenfalls mit externen Herausforderungen konfrontiert werden, um so auf die unvorhersehbare Arbeits- und Wirtschaftswelt vorbereitet zu werden. Damit es schon bald soweit ist und die Arbeiten nicht eingebremst werden, hat Sägesser seit vergangener Woche drei zusätzliche Arbeiter auf die Baustelle berufen, welche das Learning Center von der weissen Decke befreien.

Sägesser ist der Polier des Baumeisters Feldmann Bau, welcher mit der Ausführung der Betonarbeiten des Learning Centers durch den Generalunternehmer, die HRS Real Estate AG, beauftragt wurde. Eine ausserordentliche Aufgabe, denn der gesamte Bau umfasst knapp 6000 Kubikmeter Beton auf rund 7000 Quadratmetern Gesamtfläche. Doch nicht nur die Menge des Betons zeichnet den Bau des Learning Centers aus, sondern auch dessen einzigartige Eigenschaften.

Nachhaltig und regional

Fast die Hälfte des Betons ist nämlich ein spezieller Recyclingbeton, welcher bei dem nur drei Kilometer entfernten Holcim Betonwerk in St.Gallen angefertigt wird. Dieser Recyclingbeton schliesst den Baustoffkreislauf, schont natürliche Ressourcen und spart zudem CO2 ein. «Um zusätzlich Beton zu sparen, wurden Hohlkörper in den Decken eingegossen», fügt Sägesser an. Dadurch wird einerseits die Masse um rund 17 Prozent reduziert, andererseits aber auch das Erdbebenverhalten des Gebäudes verbessert.

Die Verringerung der Masse ist besonders auch bei der Betonierung der Attika, an welcher das Team von Sägesser momentan arbeitet, ein Vorteil. Durch die Hohlkörper ist diese deutlich leichter, ohne dabei an Stabilität einzubüssen. Sobald der Schnee geräumt und das Dach vollständig ausgeschalt wurde, können diese Woche die Stützträger und Schaltafeln entfernt und das Atrium zum ersten Mal freigelegt werden. Dieses wird der offene Knotenpunkt des fertigen Learning Centers sein.

Einzigartige Wendeltreppen

In der kommenden Woche werden dann die zwei Wendeltreppen des Atriums, welche vom Erdgeschoss in die oberen Etagen führen, aus Sichtbeton geschalt. «Sowas habe ich selbst noch nie gemacht. Das wird auch für mich eine Premiere», meint Sägesser.   Die Vorfreude auf diese neue Erfahrung ist ihm dabei deutlich anzumerken. «Es wird natürlich herausfordernd, aber ich bin zuversichtlich.» Auch nach der Vollendung soll das Learning Center ein Ort bleiben, an welchem stets etwas Neues ausprobiert und gelernt werden kann.

Etwa zwei Monate werden noch vergehen bis die Leistungen des Baumeisters und somit auch die Arbeit von Sägesser komplett abgeschlossen sind. «Die Baustelle wird mir definitiv in Erinnerung bleiben», gibt er fast schon etwas nostalgisch zu. Während Sägesser dann zu der nächsten Baustelle zieht, werden die weiteren Arbeiten am Learning Center ohne Zeit zu verlieren fortgesetzt. Denn schon in einem Jahr sollen die HSG-Studierenden auf dem einzigartigen Beton ihr neues Learning Center betreten können.

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