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Verbindung von physischen Räumen und Lernaktivitäten

HSG Learning Center

Open Grid I Open Mind: Raummetaphern und die Verbindung von physischen Räumen und Lernaktivitäten

In der Entwicklung der didaktischen Prinzipien und für die Kommunikation mit den Architekten für das HSG Learning Center wurden vier Raum-Metaphern erarbeitet: Bahnhofshalle, Kreuzgang & Atrium, Atelier & Werkstatt und Holodeck.

Die Raum-Metaphern führen mit Hilfe ihrer visuellen Darstellung und ihrer Beschreibung in die verschiedenen Zonen der Nutzung im HSG Learning Center ein.  Ziel der didaktischen Prinzipien war und ist es, die grundlegenden verschiedenen Lernaktivitäten im zukünftigen HSG Learning Center zugänglich zu beschreiben. Sie signalisieren damit den Erwartungsraum, was im HSG Learning Center zukünftig an konkreten Lehr- und Lernhandlungen ermöglicht werden soll. Die folgenden Beschreibungen basieren auf den Ausführungen von Tobias Jenert und Arbeitsgruppe Learning Center 2017.

 

Bahnhofshalle
Vergleichbar einer Bahnhofshalle hat der Übergangsbereich von aussen nach innen mehrere Funktionen: Zunächst ist es eine Zone des Willkommenheissens, des Informierens und Orientierens. Wo findet was statt? Welche Angebote gibt es auch jenseits des Erwartbaren? Wie kann ich meinen Platz finden? Was inspiriert mich? …. Bahnhofshallen haben aber gerade auch die Funktion des sich spontanen Begegnens und des sich kurzen Austauschens bevor «die Lernreise» weitergeht. Im Rahmen eines einladenden Cafeteria-Bereichs wird hier auf informellen Austausch und Begegnungen gesetzt, des vielleicht auch genau nicht gezielt gesuchten, aber gefundenen Kontakts. Bahnhofshallen verfügen im Weiteren über verschiedene «Tracks». Eine Zone, die vermehrt für das kollaborative Arbeiten vorgesehen ist, ein Bereich, indem verschiedene «Gäste» ein Podium finden, ein Bereich für das kurzfristige Arbeiten, usw.

 

Kreuzgang & Atrium
Im klösterlichen Kreuzgang verbindet sich Kontemplation mit physischer Bewegung. Mit der Metapher des Kreuzgangs wird bewusst die Trennung von Arbeits- und Bewegungszonen im HSG Learning Center aufgehoben. Die Verbindung zwischen den verschiedenen Lernzonen und zwischen den Stockwerken werden zu belebbaren, bewegten Arbeitszonen. So stellen die Gänge und Treppen Räume dar, die für spontane Treffen und Notizen für Arbeitsgruppen genutzt werden können, oder auch für eine gezieltes Präsentationsformat auf den verschiedenen Stufen des Treppenhauses. Das zentrale Atrium ist als ein grosser, höchst flexibler «Kern» des HSG Learning Centers konzipiert, der sich den im akademischen Jahr wandelnden Anforderungen anpasst: im Semester verstärkt Platz für Gruppenarbeiten oder individualisierbare Lerninseln bietet, während der Prüfungsvorbereitungszeit mehr für Einzelarbeit nutzbar und an Abenden oder bei Symposien für grössere Events eingerichtet werden kann.

 

Atelier & Werkstatt
In den verschiedenen Ateliers und Werkstätten des HSG Learning Centers wird das produktorientierte und kreative Lernen in den Mittelpunkt gestellt. Kompetenzen wie Kreativität, Innovation und Initiative werden durch das konkrete Tun in einem Kontext gefördert, der zum Gestalten auffordert. Dies bedeutet, dass in den verschiedenen Ateliers und Werkstätten nicht nur die «Frei-Räume» für das kreative Gestalten entwickelt werden, sondern auch die Bereitstellung mit Materialien für den Prototypenbau und das Design gesichert ist. Das bedeutet z.B. dass für den gesamten Prozess vom Entwickeln einer Idee mit ersten kollaborativen Skizzen auf Papier, zu verschiedenen Varianten computergestütztem Entwickeln bis hin zu konkret handwerklichen Materialien zur Verfügung stehen und zur Nutzung einladen.

 

Holodeck
Das Holodeck des HSG Learning Centers ist die Metapher für den Einsatz mächtiger digitaler Infrastruktur zur Anreicherung von Lehr- und Lernprozessen. Dabei ist die digitale Technologie einfach zugänglich, flexibel und vor allem dominiert sie den Raum nicht. Durch den Einsatz von Sensoren, Algorithmen, Mustererkennung und mit Hilfe einer speziell für das HSG Learning Center zu entwickelnden Lernraum-Plattform werden Lernprozesse individuell gemonitort, feedback-Prozesse werden ausgelöst, Interaktionen werden empfohlen oder Massnahmen mit Hilfe von digitalen Tools umgesetzt. So kann z. B. ein Chatbot an einer Videowall ein Tutorial für eine kollaborative Gruppen-Präsentation gemeinsam mit dem Team, das auch externe Partner in die Bearbeitung einbezieht, durchführen. Im Holodeck werden dadurch verschiedene Mixe der Realität zwischen physischer und virtueller Realität zur erfahrbaren Lernrealität für die Nutzer.

 

Autor*innen: Prof. Dr. Bernadette Dilger und Tobias Jenert mit Arbeitsgruppe

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